Was hat Ästhetik mit Energiefragen zu tun?

Der Begriff «Ästhetik» stammt vom griechischen «aísthēsis», was die Lehre von der Sinneswahrnehmung, Wahrnehmen mit den Sinnen wie Fühlen, Riechen, Hören und Sehen bezeichnet.
Energiefragen haben häufig mit Infrastrukturbauten und den damit zusammenhängenden Veränderungen von Kulturlandschaften zu tun. Kulturlandschaften meint hier ganz allgemein vom Mensch co-produzierte Landschaften im alpinen, aber auch im urbanen Raum. Veränderungen von solchen Landschaften werden immer auch auf eine sinnliche, körperliche und ästhetische Weise wahrgenommen: Infrastrukturbauwerke können zu Gegenständen von ästhetischer Erfahrung werden. Menschen erleben sie dann als hässlich oder schön, düster oder heiter, streng oder verspielt, elegant oder klobig, aufwühlend oder beruhigend, spannend oder langweilig, um nur einige der Eigenschaften zu beschreiben, die in einer ästhetischen Erfahrung erfasst werden können.
Fragen mit denen sich das Büro beschäftigt:
– Wahrnehmungsanalysen: wahrnehmungsgeleitete Sachstandsbeschreibung als komplementärer Ansatz für eine vermehrte Einbindung von qualitativen Charakterisierungen von Landschaften, in denen Infrastrukturprojekte geplant werden.
– Wahrnehmbarmachung: Übersetzung von Energiefragen in wahrnehmbare und sinnliche Erfahrungen.
– Beziehungen zwischen Menschen und Energietechnologien.
– Ermächtigung von Energiebürger:innen: Wissen und Kompetenzen stärken dass eine ko-produzierte Energiewende stattfinden kann.
Gründerin: (An)nina Boogen
